| Farben begleiten den Menschen seit frühester Zeit. Gefärbte Textilien wurden schon in den Wohnstätten des Neandertalers und in Gräbern früherer Vöker (2500 v. Chr.) gefunden. |
| "Im Färbeprozess - so glaubte man - gehe die Kraft der Pflanze auf das Gewebe über, denn die Farbe trenne sich nie von den Pflanzengeistern, zu denen sie gehöre." |
| Die therapeutische Wirkung der Farben auf die Seele und ihre heilende Kraft ist in der Pädagogik und Medizin schon lange bekannt. |
| Die Herkunft der Farbe spielt bei der Beziehung des Menschen zur Farbe eine große Rolle. Es ist nicht gleichgültig, ob sie ein Teerderivat als Grundlage hat oder aus einer Pflanze stammt, die durch Licht, Sonne, Wind und Wetter gewachsen ist. |
| Die natürlichen Färbungen gleichen sich harmonisch einander an und ergänzen sich in schönster Weise. Sie sind wie durch einen geheimen, einheitlichen Grundton miteinander verbunden. Hier liegt das Geheimnis verborgen, das die Pflanzenfarben so lebendig wirken lässt. |
| Wir färben mit frischen oder getrockneten Pflanzenteilen aus der Natur, wie Walnuss-Schalen, Kamille, Reseda, und nach Bedarf auch Birkenblätter oder mit Färbepflanzen, die speziell für die Pflanzenfärberei kultiviert werden ( Krappwurzel, Indigo und Waid). Sie werden ausgekocht und der Sud zum Färben verwendet. |